Neuer Schulbrief | Schuljahr 2020/2021 Nr.3

Liebe Eltern,
liebe Lehrerinnen und Lehrer,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Zur Personal- und Unterrichtssituation

Unserer Schule sind zum zweiten Quartal zwei Planstellen zugeschrieben worden. Beide Stellen konnten erfreulicherweise besetzt werden.
So freuen wir uns auf den Dienstantritt von Frau Steffens (STF) mit den Fächern Mathematik, Biologie und Französisch zum 1. November. Heute zum 16. November erwarten wir außerdem den Dienstantritt von Herrn Bittner (BIT) mit den Fächern Englisch und Spanisch. Darüber hinaus verstärkt unser Team Frau Schmelz (SMZ) mit den Fächern Deutsch und Englisch über eine Abordnung.

Wir sagen herzlich willkommen und wünschen unseren neuen Lehrkräften einen guten Start an der FHS!
Diese personellen Neuzugänge bringen es natürlich mit sich, dass die Unterrichtsverteilung und die Stundenpläne in mehreren Schritten im Monat November angepasst werden müssen. Die Klassenleitungen werden Sie als Eltern ggf. über einen erforderlichen Wechsel der Lehrkräfte informieren.

Aktuelles zur Corona an der FHS

Die zunehmenden Infektionszahlen machen auch vor der FHS keinen Halt. So hatten wir in der letzten Woche erstmalig eine ganze Lerngruppe der Jahrgangsstufe 7 im Distanzlernen. Am letzten Wochenende ist ein positiver Fall in der EF bekannt geworden.

Die Schule arbeitet wie in den letzten Wochen auch sehr eng und zielorientiert mit den Gesundheitsämtern zusammen und liefert die notwendigen Informationen zu Klassen- und Kurszusammensetzungen, Sitzplänen, Lüftungssituation usw.
Über einen neuen Fall werden die Pflegschaften, das Kollegium und die Schülerschaft entsprechend allgemein informiert. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auch in diesen Fällen keine Auskunft über die sog. „Indexfälle“ herausgeben dürfen. Die Steuerung des Prozesses obliegt den Gesundheitsämtern. Im Auftrag geben wir als Schule Informationen an Eltern oder Lehrkräfte allgemein oder individuell weiter, weitere Auskünfte zu aktuellen Fällen können wir leider nicht geben, da auch uns nicht alle Entscheidungsgrundlagen vorliegen. Eine rechtlich verbindliche Festsetzung einer Quarantäne zum Beispiel kann aber nur das zuständige Gesundheitsamt aussprechen. Im Zweifelsfall entscheidet die Schulleitung, ob einzelne Schülerinnen und Schüler oder einzelne Lerngruppen bis zur Entscheidung des Gesundheitsamtes in den Distanzunterricht gehen müssen. Temporär kann es aufgrund von Quarantäne o.a. von Lehrkräften zu vermehrtem Vertretungsunterricht oder zum Distanzlernen von Lerngruppen kommen, auch wenn sie nicht direkt betroffen sind.

Um Sie als Eltern verlässlich erreichen zu können, bitte ich darum, dass Sie Änderungen Ihrer Telefonnummer oder Mailadresse dem Sekretariat (gerne per Mail) umgehend zur Kenntnis geben. Vielen Dank!

Veränderungen im Sportunterricht

Als präventive Maßnahme haben wir in Rücksprache mit dem Schulträger entschieden, die Belegung der Dreifachsporthalle auf die zwei äußeren Hallendrittel

mit direkter seitlicher Lüftungsmöglichkeit zu beschränken. Damit ist auch die Nutzung von 2/3 zu 1/3 je nach Lerngruppe möglich. Auch die Umkleideräume können im Sinne des Infektionsschutzes besser ausgenutzt werden. Vorrang in der Belegung der zwei Hallendrittel haben die Lerngruppen der Q1 und Q2.

Die wenigen Lerngruppen, die nicht mehr über ein Hallendrittel verfügen, nutzen bei entsprechender Witterung entweder die Außensportanlagen oder das Außengelände der Schule oder erhalten theoretische Unterrichtseinheiten im Klassenraum, die in einer der nächsten sportpraktischen Stunden aufgegriffen werden.

Ausstattung mit digitalen Endgeräten - eine Orientierung

Insbesondere die Zeit der coronabedingten Schulschließungen hat der deutschen Öffentlichkeit die Defizite im Bereich der Digitalisierung - auch im Schulwesen - deutlich vor Augen geführt.
Die FHS Herdecke hat sich bereits im Jahr 2015 mit der Einführung des Lernmanagementsystems itslearning auf den Weg gemacht, den Bildungsalltag für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte unter digitalen Bedingungen und Möglichkeiten neu zu definieren. Auch die Ausstattung der Schule mit LAN/WLAN, Whiteboards inkl. Ultra-Distanzbeamern und Apple-TV ist von Anfang an von Seiten des Schulträgers konzeptionell und finanziell überdurchschnittlich gut begleitet worden. Dennoch ist dieser Weg noch nicht zu Ende gegangen.

Die noch anstehenden Aspekte fasst unsere „Digitalisierungsstrategie 2026“ zusammen, die momentan in den Gremien diskutiert wird. Einiges davon ist bereits auf dem Weg, wie zum Beispiel die Beantragung des Breitband-Ausbaus.

Aktuell befassen sich viele Elternhäuser mit der Frage, ob und wann das eigene Kind mit einem digitalen Endgerät für die Schule ausgestattet werden kann oder sollte. Die Steuergruppe Schul- und Unterrichtsentwicklung bittet aus Respekt vor einem transparenten, offenen und notwendigen Diskussionsprozess in den Gremien um Verständnis, dass nicht alle Fragen kurzfristig beantwortet werden können, da es keine landesweit einheitlichen Vorgaben gibt. Die FHS entscheidet in diesem Schulentwicklungsprozess immer auch in Rücksprache mit dem Schulträger. Dennoch möchten wir mit dieser Orientierung sowohl eine Entscheidungshilfe geben als auch die notwendige Transparenz im Prozess sicherstellen, ohne Familien damit finanziell zu überfordern.

Aktueller Stand in der Schule

  • Momentan nutzen im Schnitt einige wenige Schülerinnen und Schüler auf eigene Initiative mobile Endgeräte (Tablet oder Laptop) im Unterricht als “Heft-Ersatz”.

  • Die Nutzung dieser Geräte wird zurzeit von der Schule geduldet.

  • Schülerinnen undSchülern entstehen aus schulischer Sicht weder mit noch ohne Endgerät Vor- oder Nachteile im Unterricht, z.B. in Hinblick auf die Leistungsbewertung.

  • In den Gremien der Schule werden nun sukzessiv die u.a. auch hier aufgeführten Aspekte diskutiert und schulprogrammatisch konzeptionell verankert.

  •  Als “Nadelöhr” erweist sich momentan die noch zu geringe Bandbreite des schulischen W-LAN-Netzes: diese Tatsache hat maßgeblich die hier formulierte Orientierung beeinflusst. Anträge zur Gigabit-Anbindung der Schule sind von Seiten des Schulträgers gestellt.

    Notwendige Systementscheidung: Welches Gerät soll es sein?

Der Schulträger hat mit den Schulleitungen aller Herdecker Schulen bereits vor einiger Zeit die Grundsatzentscheidung getroffen, dass als digitale Endgeräte ausschließlich iPads angeschafft werden.

  • Die Entscheidung ist maßgeblich von folgenden Aspekten beeinflusst worden:
  • Apple hält vielfältige individuelle und schulische Einsatzmöglichkeiten im Zusammenhang mit der bereits installierten Technik in der Schule bereit.
  •  Eine zukünftig höchstmögliche Einheitlichkeit in der Ausstattung ist wichtig für die Nutzung von Apps
  • Vorteile der Tabletnutzung gegenüber einem Notebook sehen wir insbesondere in Verbindung mit dem Apple Pencil (oder einem vergleichbaren Stift) für den Gebrauch der Handschrift.
  • Die Administration (u.a. das MDM-System) ist technisch umsetzbar und personell vorstellbar.
  • Diebstahlschutz ist inklusive: über die Apple-ID kann ein gestohlenes Gerät lokalisiert werden.
  • Wir greifen damit Erfahrungen anderer Schulen und Länder auf.

 

Konkrete Orientierung zum Schuljahr 2021/22

Diese Orientierung ist mit der EDV-Abteilung des Schulträgers abgesprochen und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der schulischen Gremien:

  • keine Duldung von digitalen Endgeräten in den Jahrgängen 5-7 -> Kauf eines Endgerätes der jetzigen 5. und 6. Klassen momentan nicht sinnvoll

  • konzeptioneller Einstieg für die Jahrgänge 8 und 9

  • Planung eines schulisch initiierten Kaufangebots im Sommer 2021
  • Inkl. MDM1-Lebenszeitgebühr von ca. 25€, um eine schulische Nutzung zu ermöglichen; ggf. inkl. Versicherung des privaten Endgerätes
  • Dieses Kaufangebot beruht auf Freiwilligkeit!
  •  Eine Nutzungsordnung beschreibt wesentliche Regeln und Aspekte des Datenschutzes
  •  Das Endgerät (ausschließlich iPads) wird direkt in das MDM-System der Schule eingebunden und erhält mit Eintritt in das Schulgebäude die notwendigen Voreinstellungen und die von den Fachschaften genutzten Apps zur unterrichtlichen Nutzung werden freigeschaltet (z.B. itslearning, bettermarks, perspektivisch e-books, Möglichkeit zur Internetrecherche u.v.m.). Eine Nutzung von Endgeräten ohne Einbindung in das MDM der Schule wird in den Klassen 8 und 9 nicht mehr möglich sein!
  • Wichtig für eine bildungsgerechte Ausrichtung der Schule: für Familien, die sich aus finanziellen Gründen ein solches Gerät nicht anschaffen können, stehen dauerhaft Leihgeräte der Schule zur Verfügung. Damit werden alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 eine vergleichbare technische Ausstattung haben.
  • Informationsveranstaltungen für die Eltern der jetzigen 7. und 8. Klassen sind in Planung
  • In den Jahrgängen der Oberstufe (EF, Q1 und Q2) werden technische Endgeräte weiterhin geduldet; eine Nutzungsordnung beschreibt wesentliche Regeln und Aspekte des Datenschutzes

 

Für Nachfragen steht unsere Medienbeauftragte Frau Hesse, unser Medienteam und die Schulleitung gerne zur Verfügung.

Ihnen und Euch alles Gute! Bleiben Sie gesund!

Andreas Joksch & Jens Büscher-Weil

Schulleiter              Stellv. Schulleiter

 

MDM steht für Mobile-Device-Management (deutsch Mobilgeräteverwaltung) und ist ein Begriff aus der Informationstechnik. Er steht für die zentralisierte Verwaltung von Mobilgeräten - wie Tablet-Computer durch einen oder mehrere Administratoren mit Hilfe von Software und Hardware. Das MDM ist für eine rechtssichere und einfache Nutzung der privaten Geräte in der Schule unabdingbar. Lehrer*innen können so von der Schule bereit gestellte Apps im Unterricht nutzen und die Geräte der Schülerinnen und Schüler so steuern, dass z.B. nur bestimmte Apps (Taschenrechner, Wörterbücher, digitale Schulbücher) im Unterricht und perspektivisch auch in Prüfungssituationen verwendet werden können. Beim Verlassen des Schulgebäudes sind die Geräte in keiner Weise in der Nutzung eingeschränkt oder gesteuert.